Der BER gehört endlich in die Hände von Fachleuten!

06.03.2017

Zur heutigen Entlassung des Geschäftsführers der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB), Karsten Mühlenfeld, sagte der Fraktionsvorsitzende der Alternative für Deutschland im Abgeordnetenhaus, Georg Pazderski:

 

„Karsten Mühlenfeld hat als Chef der Flughafengesellschaft die erneuten Verzögerungen bei der Fertigstellung des BER mitzuverantworten. Insofern ist seine Entlassung folgerichtig.

 

Allerdings hinterlässt es einen schalen Nachgeschmack, dass seine Demission nicht etwa bereits gefordert wurde, als die Verschiebung des Eröffnungstermins auf das Jahr 2018 offiziell wurde, sondern erst, als Mühlenfeld gegen den Willen von Michael Müller den Technikchef Marks entließ. Ganz offensichtlich muss Mühlenfeld nicht gehen, weil der Aufsichtsrat mit seiner Arbeit unzufrieden ist, sondern weil er den als überaus dünnhäutig bekannten Regierenden Bürgermeister in seiner Eitelkeit gekränkt hat.

 

Letztlich ist Mühlenfeld nur ein weiteres Bauernopfer, das gebracht wird, um vom vollständigen Versagen der Politik, insbesondere der SPD und ihrer Regierenden Bürgermeister Wowereit und Müller, beim Bau des BER abzulenken.

 

Das wäre vielleicht noch hinnehmbar, wenn jetzt endlich ein Fachmann an die Spitze der Flughafengesellschaft geholt würde. Aber die Gesellschafter haben aus den milliardenteuren Fehlern nicht das geringste gelernt und setzen mit den Berliner Staatssekretär Engelbert Lütke Daldrup sogar noch einen Politiker auf den Chefposten der FBB, der nicht nur kein Fachmann für den Bau eines neuen Flughafens ist, sondern auch vom Betrieb der laufenden Flughäfen Tegel und Schönefeld wenig bis keine Ahnung hat.

 

Vollends grotesk wird die Angelegenheit dadurch, dass der gerade erst entlassene Technikchef Marks jetzt wieder in seinen Posten eingesetzt wird, obwohl in Berlin derzeit eine Auflistung seiner gesammelten Versäumnisse kursiert, die auf seine Arbeit ein alles andere als gutes Licht wirft. Man darf zudem gespannt sein, mit welcher Summe der neue, jetzt schon wieder gewesene Technikchef Bretschneider abgefunden werden muss.

 

Das einzig positive Ergebnis des heutigen Tages ist der Rückzug des Regierenden Bürgermeisters aus dem Aufsichtsrat, auch wenn dieser nicht aus Einsicht, sondern zur Verhinderung eines Interessenkonflikts erfolgt. Das ist jedoch nicht ausreichend. Sowohl der Aufsichtsrat als auch die Geschäftsführung der FBB gehören endlich in die Hände von Fachleuten, wenn der BER jemals eröffnet werden soll.

 

 

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