Lütke Daldrup ist ein Experte darin, Großprojekte vor die Wand zu fahren

07.03.2017

 

 

Der Parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion der Alternative für Deutschland im Abgeordnetenhaus, Frank Christian Hansel, äußerte sich skeptisch zur Qualifikation des neuen Geschäftsführers der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH:

„Engelbert Lütke Daldrup hat zwar große Erfahrung darin, Großprojekte vor die Wand zu fahren und passt insofern hervorragend zu Berliner Großflughafen. Ein Hoffnungsträger, dem zuzutrauen ist, dass er die unendliche und unendlich teure Baugeschichte des BER zu einem baldigen und erfolgreichen Abschluss bringt, ist er ganz sicher nicht.

So blickt der neue Flughafenchef auf eine wenig ruhmreiche Vorgeschichte als Stadtbaurat in Leipzig zurück. Unter seiner Ägide entstand unter anderem der vielkritisierte „City-Tunnel“, der nicht nur durch eine Bauzeitverlängerung von geplanten sechseinhalb auf fast elf Jahre von sich reden machte, sondern auch durch eine Verdoppelung der Kosten von geplanten 467 auf 935 Millionen Euro. Außerdem fahren durch diesen Tunnel, anders als ursprünglich vorgesehen, bis heute keine Fernzüge, was seinen verkehrlichen Nutzen erheblich verringert.

Ab 2002 war Lütke Daldrup zudem verantwortlich für die grandios gescheiterte Olympiabewerbung Leipzigs, bei der es die Stadt nicht einmal in den Kreis der offiziellen Kandidatenstädte schaffte.

Nachdem mehrere erfahrene Manager am BER gescheitert sind und mittlerweile kein renommierter Unternehmensleiter mehr zu finden ist, der sich auf dieses Himmelfahrtskommando einlässt, muss es nun also ein Politiker richten. Was aber ausgerechnet Lütke Daldrup befähigt, den Bau eines Großflughafens zu leiten und zu koordinieren, bleibt ebenso das Geheimnis des Regierenden Bürgermeisters wie die Antwort auf die Frage, welche Kompetenzen sein ehemaliger Staatssekretär für die Führung der (noch) funktionierenden Flughäfen Tegel und Schönefeld hat.

Letztlich dürfte die entscheidende Kernkompetenz für Lütke Daldrups Ernennung zum Flughafenchef wohl der Besitz des SPD-Parteibuches gewesen sein.“

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