Fußfesseln für Freigänger prüfen!

10.03.2017

Der Rechtspolitische Sprecher der Fraktion der Alternative für Deutschland im Abgeordnetenhaus, Marc Vallendar, kritisierte die hohe Zahl von flüchtigen Häftlingen aus dem „offenen Vollzug“:

 

„52 verurteilte Straftäter haben im letzten Jahr den ihnen gewährten „offenen Vollzug“ mißbraucht und sind abends nicht ins Gefängnis zurückgekehrt. Zwar befinden sich 22 dieser Personen mittlerweile wieder in den Strafanstalten, aber 30 von ihnen bleiben verschwunden. 30 Personen, die eigentlich im Gefängnis sitzen sollten, laufen also frei herum.

 

Zwar versichert die Justiz, die Angängigen seien nicht gefährlich für die Allgemeinheit, aber die Zahl der diesbezüglichen Fehldiagnosen ist mittlerweile Legion. Wirklich beruhigend für die Öffentlichkeit sind solche Beteuerungen nicht.

 

Wenn im Schnitt jede Woche ein „Freigänger“ nicht in die Haftanstalt zurückkehrt, dann sind das 52 Fälle zuviel im Jahr. Offensichtlich erfolgt die Auswahl der Häftlinge, denen Freigang gewährt wird, nicht gründlich genug.

 

Der Senat ist gefordert, ein Konzept zu entwickeln, mit dem die Zahl der abgängigen Häftlinge im „offenen Vollzug“ idealerweise auf Null reduziert werden kann. So müssen die Kriterien, nach denen Häftlinge für den Freigang ausgewählt werden, offensichtlich verschärft werden. Zu prüfen ist auch, ob Freigänger generell mit Fußfesseln versehen werden können, um ihre Flucht zu verhindern.

 

Gefängnisstrafen werden von den Gerichten nicht ohne Grund verhängt, und Verurteilte sollten daher grundsätzlich auch im Gefängnis sein. Offener Vollzug muss eine gut begründete Ausnahme sein und nicht die Regel.“

 

 

Auf Facebook teilen
Auf Twitter teilen
Please reload

Please reload

  • 23fd2a2be53141ed810f4d3dcdcd01fa
  • 01ab6619093f45388d66736ec22e5885
  • 203dcdc2ac8b48de89313f90d2a4cda1 Kopie