Flughafenchef soll die Probleme am BER lösen, nicht Whistleblower jagen

13.03.2017

Heute meldet die Presse, dass der neue Chef der Flughafengesellschaft Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet hat, um den „Whistleblower“ zu ermitteln, der jüngst ein internes Gutachten an die Medien weitergegeben hat. Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion im Angeordnetenhaus, Frank-Christian Hansel, sagte dazu:

 

„Es ist ein Unding, dass die Flughafengesellschaft seit Jahren Bürger und Politik über die Probleme am BER im unklaren lässt und immer nur das zugibt, was nicht mehr verheimlicht werden kann. Eigentlich würde es sich gehören, dass diejenigen, die das Milliardengrab bezahlen müssen, ebenso über die Entwicklungen auf dem laufenden gehalten werden wie die zuständigen Politiker in Berlin, Brandenburg und dem Bund.

 

Es ist daher ein schlechtes Zeichen, dass der neue Geschäftsführer der Flughafengesellschaft jetzt als erste Amtshandlung Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet hat, um herauszufinden, wer zuletzt ein internes Gutachten an die Öffentlichkeit gegeben hat, in dem die Wahrscheinlichkeit einer Eröffnung des Flughafens zum zuletzt festgesetzten Termin mit nur drei Prozent beziffert wurde.

 

Lütke Daldrups Prioritätensetzung irritiert. Er hat offensichtlich nicht die Absicht, an der Geheimniskrämerei der Flughafengesellschaft etwas zu ändern und eine offene und ehrliche Informationspolitik zu betreiben.

 

Der Flughafenchef wird dafür bezahlt, die Probleme auf der BER-Baustelle zu lösen; von denen gibt es wahrlich genug, um ihn vollauf auszulasten. Er sollte sich nicht mit der Jagd auf Whistleblower ablenken.“

 

 

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