Berlins U-Bahn durch Präsenz von Personal sicherer machen!

27.03.2017

Gunnar Norbert Lindemann, Sprecher für Öffentlichen Personennahverkehr der Fraktion der Alternative für Deutschland im Abgeordnetenhaus, fordert Senat und BVG auf, mehr für die Sicherheit in der berliner U-Bahn zu unternehmen:

 

„2.241 Gewalttaten wurden im Jahr 2016 in der berliner U-Bahn registriert. Das bedeutet: Mindestens 2.241 Menschen wurden im vergangenen Jahr in der U-Bahn Opfer von Bedrohung, Nötigung, Körperverletzung, Raub, Sexualdelikten, Totschlag oder Mord. Das sind mindestens 2.241 Menschen, die durch ein Verbrechen traumatisiert wurden, zum Teil schwere Verletzungen davontrugen oder ihr Leben verloren haben.

 

Doch nicht allein die Gesamtzahl der Gewalttaten ist erschreckend, sondern auch die Tendenz: Allein in den drei Jahren zwischen 2013 und 2016 wurde ein Anstieg um mehr als 13 Prozent verzeichnet. Hinzu kommt, dass das Unsicherheitsgefühl der Fahrgäste massiv gestiegen ist. Wer einmal am späten Abend auf einem menschenleeren U-Bahnhof auf die in zehn Minuten eintreffende Bahn gewartet hat und dann eine Gruppe junger Männer auf sich zukommen sah, wird sich dreimal überlegen, ob er beim nächsten mal nicht doch lieber das Auto nehmen sollte. Insbesondere viele Frauen weigern sich mittlerweile kategorisch, in den Abendstunden mit der U-Bahn zu fahren.

 

Dieser Zustand ist nicht hinnehmbar. Die AfD-Fraktion fordert BVG und Senat auf, schnellstens ein Konzept für mehr Sicherheit in der U-Bahn zu erarbeiten. Die mit viel Tamtam eingeführten Doppelstreifen von BVG-Mitarbeitern und Polizeibeamten sind hierbei lediglich publikumswirksame Augenwischerei: Gerade einmal fünf (!) solcher Doppelstreifen sind im gesamten U-Bahnsystem mit seinen 173 Bahnhöfen und mehr als 1.240 Fahrzeugen eingesetzt – das ist nicht mal ein Tropfen auf dem heißen Stein.

 

Als ersten Schritt sollte die BVG prüfen, ob an den Bahnhöfen wieder dauerhaft Personal stationiert werden kann, wie es früher mit den Zugabfertigern der Fall war. Dies müssen keine BVG-Mitarbeiter sein, auch die Stationierung von mindestens einem Wachmann an jedem Bahnhof wäre ein wichtiger Schritt.

 

Straftäter und insbesondere potentielle Gewalttäter wollen in der Regel keine Zeugen, und allein die Präsenz von Personal kann dazu beitragen, sie von ihrem Tun abzuhalten. Der Senat ist aufgefordert, hierdurch entstehende Mehrkosten auszugleichen. Bei einem Haushaltsüberschuss von mehr als einer Milliarde Euro darf nicht an der Sicherheit der U-Bahn-Benutzer gespart werden.“

 

 

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