Bauvorhaben des Bezirks in der Michelangelostraße offenbart typisch-grüne Doppelmoral

03.05.2017

Ronald Gläser, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Alternative für Deutschland im Abgeordnetenhaus und Wahlkreisabgeordneter aus Pankow, kritisiert die Wohnungsbaupläne des Bezirks in der Michelangelostraße:

 

„Verdichtung muss sein angesichts der stetig steigenden Einwohnerzahl von Berlin. Es ist aber eine denkbar unsinnige Lösung, zu diesem Zweck aus einer weitläufigen Straße mit grünem Mittelstreifen eine enge Häuserschlucht zu machen, in der die Wohnhäuser gerade einmal 20 Meter voneinander entfernt sind und die Bewohner sich gegenseitig in die Fenster schauen können.

 

Ohnehin drängt sich der Eindruck auf, dass es hier überhaupt nicht um die Schaffung von Wohnraum geht. Vielmehr wollen Stadtrat Kühn und sein Amtsvorgänger und Parteifreund, Verkehrs-Staatssekretär Kirchner, offensichtlich bauliche Fakten schaffen, um die Hürden für eine mögliche zukünftige Schließung des Autobahn-Stadtringes möglichst hoch zu legen. Sollte die Trasse einer A-100-Verlängerung hier entlangführen, wäre der dann notwendige Tunnelbau unter den jetzt geplanten Wohnhäusern nämlich erheblich aufwendiger als in offener Bauweise.

 

Allenthalben wird von grünen Politikern auf die Wichtigkeit von Frischluftschneisen und Grünflächen für das Stadtklima hingewiesen, und hier macht sich ein grüner Baustadtrat daran, eine solche Schneise zuzubauen und einen breiten Grünstreifen zu vernichten. Gleichzeitig verweigert der grüne Stadtrat den Anwohnern jedes Gespräch zu den Planungen, obwohl die Grünen doch sonst in Sonntagsreden viel Wert auf Bürgerbeteiligung und -mitbestimmung legen.

 

Der in diesem Fall zu Tage tretende Widerspruch zwischen hohem grünen Anspruch und tatsächlichem Handeln könnte nicht offensichtlicher sein und ist bezeichnend für die typisch-grüne Doppelmoral.“

 

 

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