Radwegeplan des Senats hilft Radfahrern kaum, behindert Autofahrer aber maximal

08.05.2017

Der Verkehrspolitische Sprecher der Fraktion der Alternative für Deutschland im Abgeordnetenhaus, Frank Scholtysek, kritisiert die jetzt bekanntgewordenen Einzelheiten zur ersten Stufe des Radwegeplans des Senats:

 

„Ungeachtet aller Proteste zieht Rotrotgrün seinen Feldzug gegen das Auto gnadenlos durch. In der ganzen Stadt werden Radspuren zu Lasten von Parkplätzen angelegt. Wo die Anwohner ihre Autos dann abstellen, ist den Autohassern um Senatorin Günther und Staatssekretär Kirchner dabei egal – wer vom Fahrer mit dem Dienstwagen vor der Haustür abgesetzt wird, kennt dieses Problem natürlich nicht. Und vermutlich werden sie dann demnächst den erhöhten Parkdruck, den sie selbst mit ihren Maßnahmen erzeugen, als Begründung dafür nehmen, die Anwohnerplaketten deutlich zu verteuern.

 

Besonders blödsinnig sind die Senatspläne zum Beispiel im Bereich des Zentralen Busbahnhofs, wo vorhandene Radwege den ohnehin bereits breiten Gehwegen zugeschlagen werden sollen, um dafür auf den stark befahrenen Straßen Radspuren anzulegen, wodurch die Kapazität der Straßen massiv verringert würde.

 

Radstreifen auf Hauptstraßen sind der falsche Ansatz zur Vereinfachung des Radverkehrs. Jeder Radfahrer mit ein bißchen Verstand meidet Hauptstraßen ohnehin und fährt durch parallel gelegene Nebenstraßen. Wenn es dem Senat also tatsächlich darum ginge, den Radverkehr zu vereinfachen, würde er ein Radnetz durch Seitenstraßen ausschildern, in denen die Radfahrer bei weniger Lärm und viel weniger Verkehr entspannt an ihr Ziel kommen können.

 

Letztlich zeigen die Senatspläne, dass die Erleichterung des Radverkehrs nichts weiter ist als ein Vorwand, sich immer neue Behinderungen für das Auto auszudenken. Dass dieses für die meisten Berliner immer noch das wichtigste Verkehrsmittel ist, interessiert die rotrotgrünen Autohasser nicht die Bohne.“

 

 

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