Aussagen Bretschneiders bekräftigen die Notwendigkeit von TXL

18.05.2017

Der Parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion der Alternative für Deutschland im Abgeordnetenhaus, Frank-Christian Hansel, begrüßt die Interviewäußerungen des Aufsichtsratsvorsitzenden der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, Rainer Bretschneider:

 

„Es wurde Zeit, dass sich die Flughafengesellschaft von dem unrealistischen Ziel verabschiedet, den BER als drittes nationales Flugverkehrs-Drehkreuz zu etablieren. Zu keinem Zeitpunkt war erkennbar, dass die Lufthansa Interesse daran hat, ihren beiden Hubs in Frankfurt und München ein drittes hinzuzufügen, und auch Air Berlin hat nie ernsthafte Ambitionen erkennen lassen, ein Drehkreuz am BER zu installieren.

 

Erfreulicherweise entfällt damit ein weiteres Argument gegen die Offenhaltung des Flughafens Tegel: Bislang hieß es stets, ein Drehkreuzkonzept ließe sich nur an einem Single-Airport realisieren. Mit der Aufgabe dieses Ziels ist dieses Argument obsolet geworden.

 

Gleichzeitig zeigt die Aussage Bretschneiders, für den reinen Punkt-zu-Punkt-Verkehr werde ‚viel mehr Platz‘ für Check-In und Gepäck benötigt, nachdrücklich, dass die Offenhaltung von Tegel nicht nur eine Option, sondern eine Notwendigkeit ist. Wenn Bretschneider davon spricht, es werde ‚eng‘ am BER, dann wird klar, dass der Flughafen, sofern er jemals in Betrieb geht, vom ersten Tag an am Rande seiner Kapazität arbeiten wird. Dies hinzunehmen mit allen Risiken, die mit einer solchen Überlastung einhergehen, ohne eine Ausweichmöglichkeit zu haben, wäre sträflicher Leichtsinn.

 

In diesem Zusammenhang ist es erfreulich, dass wenigstens in Brandenburg ein Umdenken eingesetzt hat und sich das Land laut Bretschneiders Aussage nicht mehr gegen die Offenhaltung von Tegel stellen würde. Es ist zu hoffen, dass der zu erwartende Erfolg des Volksentscheides pro TXL im September auch bei den Gesellschaftern Bund und Berlin endlich Realismus einkehren lässt.

 

Berlin braucht Tegel. Die deutsche Hauptstadt darf beim Flugverkehr nicht von einem von Beginn an überlasteten Single-Airport abhängig sein.“

 

 

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