Olympiastadion muss bei Umbau olympiatauglich bleiben / Wegen nationaler Bedeutung Bund mit ins Boot nehmen

30.05.2017

Der Sportpolitische Sprecher der Fraktion der Alternative für Deutschland im Abgeordnetenhaus, Frank Scheermesser, äußert sich anlässlich der heute stattfindenden Hauptversammlung von Hertha BSC zu den vom Verein vorgelegten Umbauideen für das Olympiastadion:

 

„Es ist zu begrüßen, dass jetzt über Varianten zu dem ursprünglich von Hertha geplanten reinen Fußballstadion im Olympiapark oder gar außerhalb Berlins gesprochen und dabei auch ein Umbau des Olympiastadions erwogen wird. Bei diesem sind allerdings einige Punkte nicht verhandelbar:

 

Das Olympiastadion muss ein olympiataugliches Stadion bleiben. Es ist die letzte Arena in Deutschland, in der internationale Leichtathletikveranstaltungen wie Welt- und Europameisterschaften abgehalten werden können. Ein Umbau in ein reines Fußballstadion würde hochkarätige Leichtathletikevents in Deutschland auf absehbare Zeit unmöglich machen, denn auch die vom Senat angedachte Ertüchtigung des Jahn-Sportparks würde lediglich Platz für maximal 25.000 Zuschauer bieten – für ein internationales Event viel zu wenig. Eine solche Lösung lehnt die AfD daher ab.

 

Wegen dieser nationalen Bedeutung sollte der Bund rechtzeitig in die Planungen einbezogen werden. Mit seiner finanziellen Unterstützung wären auch aufwendigere Umbauten möglich. Ich denke dabei an die bereits beim letzten Umbau 2000-2004 erwogene Lösung, den gesamten Innenraum mit Fußballfeld und Laufbahn schwimmend zu lagern, so dass bei abgesenktem Innenraum zusätzliche Tribünen bis ans Fußballfeld herangefahren werden können, während bei angehobenem Innenraum das heutige Erscheinungsbild mit Laufbahn gegeben wäre.

 

Damit wäre auch den Anforderungen des Denkmalschutzes Genüge getan, denn das Stadion würde außerhalb von Fußballspielen den heute gewohnten Anblick bieten. Dazu müssten allerdings die Pläne nochmals deutlich überarbeitet werden, denn das in den vorgelegten Planungen vorgesehene Verschwinden des Marathontors zu Gunsten von Tribünen ist wegen des Denkmalschutzes nicht realisierbar.

 

Wichtig wäre zudem, dass die für den Oberring angedachte riesige Videowand jederzeit entfernt werden kann. Das Stadion hätte dann bei Leichtathletikveranstaltungen die bisherige Kapazität und könnte bei Fußball-Großereignissen wie dem Pokalendspiel sogar mehr als 100.000 Zuschauern Platz bieten.

 

Essentiell für alle weiteren Planungen ist, dass der Senat den zwischen der Olympiastadion GmbH und Hertha BSC geschlossenen Nutzungsvertrag offenlegt. Nur in Kenntnis der geltenden Vertragslage kann eine Lösung erarbeitet werden, die beiden Seiten gerecht wird und keine Seite unangemessen benachteiligt.“

 

 

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