Brandkatastrophe in London durch Gebäudedämmung mitverursacht / Dämmwahn beenden, Sicherheit erhöhen, Baukosten verringern!

23.06.2017

Der Baupolitische Sprecher der Fraktion der Alternative für Deutschland im Abgeordnetenhaus, Harald Laatsch, warnt vor einer Wiederholung der Brandkatastrophe von London in Berlin. Das londoner Inferno wurde zwaf durch einen defekten Kühlschrank ausgelöst, erhielt seine katastrophale Dimension aber erst durch die Gebäudedämmung, die das kleine Feuer über das gesamte Gebäude ausbreitete. Laatsch fordert daher eine radikale Änderung der Energieeinsparungsverordnung (EnEV):

 

„Noch immer wird aus Kostengründen billiges, aber hochbrennbares Polystyrol zur Wärmedämmung verwendet. Auch wenn dies in Berlin nur bis zur Traufhöhe von 22 Metern angebracht werden darf, steckt in diesem Material doch eine erhebliche Brandgefahr. Überdies gibt es Bestrebungen der Dämmstofflobby, die Verwendung von Polystyrol aus Kostengründen auch oberhalb von 22 Metern einsetzen zu dürfen. Welche katastrophalen Folgen dies haben kann, hat sich beim Großbrand in London mit mehr als 70 Todesopfern gezeigt. Aber auch der Brand am Flughafen Düsseldorf mit 17 Toten im Jahr 1996 wurde maßgeblich durch Polystyrol befeuert.

 

Generell führen immer schärfer gestalteten Vorschriften zur Energieeinsparung zu immer höheren Baukosten, die wiederum die Mieten nach oben treiben. Hier ist die Balance zwischen Kosten, Nutzen und Risiken völlig aus dem Gleichgewicht geraten. Trotz massiver staatlicher Förderung kombiniert mit verschärften Bauvorschriften ist der Dämmwahn in Alt- wie in Neubauten zu teuer und seine auch bauphysiologisch negativen Auswirkungen überwiegen die ohnehin nur theoretisch erzielbaren rechnerischen Energieeinsparungen bei Weitem.

 

Die von der Politik immer wieder vollmundig geforderte Begrenzung der Mietkosten müsste daher zuerst an den überzogenen Vorschriften ansetzen.

 

Die AfD-Fraktion setzt sich daher für die Rücknahme oder zumindest die Abschwächung der EnEV und weiterer Bauvorschriften ein. Außerdem stellen wir uns allen Bestrebungen entgegen, unter dem Vorwand der EU-Harmonisierung oder der Vereinheitlichung der Landesbauordnungen Vorschriften bezüglich des Brandschutzes oder der Zulassung von Baustoffen zu lockern und mit dem Argument der Kostenreduktion zu rechtfertigen.

 

Eine Energieeinsparungsverordnung, die die Kosten und gleichzeitig die Risiken für Gebäude und Bewohner nach oben treibt, muss kosten- und risikominimierend verändert oder ganz abgeschafft werden.

 

Bewährte Bautechniken sind auf lange Sicht nachhaltiger. Zu nennen sind hier beispielhaft ausreichend dicke Wände aus mineralischen, nicht brennbaren Baustoffen mit Luft als natürlichem Wärmedämmstoff, zudem traditionelle natürliche Wärmedämmverfahren und das klassische Holzfenster. So errichtete Gebäude „atmen“ und sichern bei nur leicht höherem Energieverbrauch eine natürliche Durchlüftung, gesünderes und damit angenehmeres Wohnklima, lange Lebensdauer und damit weniger Sanierungsbedarf bei laufender Instandhaltung.

 

Nachwachsende und wiederverwertbare Rohstoffe sind im Bau langfristig kostengünstig. Wärmedämmsysteme aus Polystyrol sind am Ende ihres Lebenszyklus teurer Sondermüll. Ein bezahlbares Niveau bei den Baukosten ist nur mit bewährten, erprobten und sicheren Bautechniken zu sichern, die dann auch auf Dauer bezahlbar sind und nicht nach wenigen Jahrzehnten erneut teuer saniert werden müssen. In Teilen unwirksame Wärmedämmplatten von heute sind der teure und umweltfeindliche Sondermüll von morgen.“

 

 

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