Dämmwahn beenden, Baukosten verringern / Hohe Gebäude müssen auf Dämmmaterial untersucht werden / Senat handelt verantwortungslos

29.06.2017

Der Baupolitische Sprecher der Fraktion der Alternative für Deutschland im Abgeordnetenhaus, Harald Laatsch, fordert den Senat auf, Häuser, die höher als die Berliner Traufhöhe sind, auf die bei Fassadendämmungen verwendeten Materialien zu überprüfen:

 

„Noch immer wird aus Kostengründen billiges, aber hochbrennbares Polystyrol zur Wärmedämmung verwendet. Welche katastrophalen Folgen dies haben kann, hat sich beim Großbrand in London mit mehr als 70 Todesopfern gezeigt. Auch der Brand am Flughafen Düsseldorf mit 17 Toten im Jahr 1996 wurde maßgeblich durch Polystyrol befeuert.

 

Immer schärfer gestaltete Vorschriften zur Energieeinsparung führen zu immer höheren Baukosten, die wiederum die Mieten nach oben treiben. Hier ist die Balance zwischen Kosten, Nutzen und Risiken völlig aus dem Gleichgewicht geraten. Die von der Politik immer wieder vollmundig geforderte Begrenzung der Mietkosten müsste daher zuerst an den überzogenen Vorschriften ansetzen.

 

Die AfD-Fraktion setzt sich daher für die Rücknahme oder zumindest die Abschwächung der EnEV und weiterer Bauvorschriften ein.

 

Vollkommen unverständlich ist die Weigerung des Senats, Gebäude in Berlin auf die bei eventuellen Wärmedämmungen verwendeten Materialien zu untersuchen. Zumindest alle Gebäude, die über die Berliner Traufhöhe von 22 Meter hinausgehen, sollten diesbezüglich geprüft werden.

 

Zwar ist in Berlin die Verwendung von Polystyrol oberhalb von 22 Metern untersagt, dennoch gebietet es die Vorsicht, noch einmal genau hinzuschauen. Feuerwehrleitern sind nur für die Traufhöhe ausgelegt, daher muss man bei Bauten, die über diese Höhe hinausgehen, besondere Vorsicht walten lassen. Die jetzt von Senat geäußerte Verweigerung dieser Untersuchung ist verantwortungslos.“

 

 

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