Verkehrlich sinnvolle U-Bahnstrecken dürfen nicht an Ideologie oder mangelndem Personal scheitern

10.07.2017

Gunnar Lindemann, Sprecher der Fraktion der Alternative für Deutschland im Abgeordnetenhaus für den Öffentlichen Nahverkehr, hat den koalitionsinternen Streit über einen U-Bahn-Ausbau in Berlin als Bremsklotz für den notwendigen Ausbau der Verkehrsinfrastruktur kritisiert:

 

„Man könnte sich ja entspannt zurücklehnen und amüsiert beobachten, wie die durchaus sinnvollen Ideen des Senats zum Ausbau des Berliner U-Bahnnetzes nun von Bedenkenträgern in den eigenen Reihen zerredet werden. Leider ist das Thema für die wachsende Metropole Berlin viel zu wichtig, als dass es dem rotrotgrünen Kleinkrieg zum Opfer fallen dürfte.

 

In Anbetracht der Bedeutung der Verlängerungen der U3 zum Adenauerplatz, der U8 ins Märkische Viertel und vor allem der U7 zum BER ist es aberwitzig zu behaupten, die Verwaltung könne die Vorarbeiten für diese Projekte nicht stemmen. Selbst wenn es so wäre, muss die Verwaltung eben so organisiert werden, dass die benötigte Manpower zur Verfügung steht. Bei Fahrrad-, Fledermaus- und sonstigen Beauftragten könnte sicher genug unnütze Planstellen eingespart werden.

 

Ebenso aberwitzig sind die behaupteten Kosten der U7-Verlängerung zum BER. Diese Strecke würde überwiegend oberirdisch geführt werden und ihre Realisierung wäre daher kaum teurer als eine Straßenbahn. Deren Baukosten liegen bei durchschnittlich zehn Millionen Euro pro Kilometer. Horrorzahlen von 700 Millionen bis zu einer Milliarde Euro, die der SPD-Abgeordnete Heinemann für die zehn Kilometer zwischen Rudow und dem BER ins Feld führt, sind somit allenfalls realitätsferne Behauptungen, um das Projekt madig zu machen.

 

Insgesamt scheint die gesamte Diskussion seitens der Planungsgegner ausschließlich ideologiegetrieben: U-Bahnen gelten bei vielen Rotrotgrünen offensichtlich als anstößig, obwohl sie bei den Fahrgästen wesentlich beliebter sind als Straßenbahnen. Offensichtlich ist es mal wieder die Fraktion der Autohasser, die ein weiteres Mal versucht, Verkehrsraum zu Lasten des Autoverkehrs umzuverteilen.

 

Die AfD fordert daher vom Senat eine sinnvolle U-Bahnplanung für Berlin ohne ideologische Bremsklötze. Die deutsche Hauptstadt braucht ein leistungsfähiges Nahverkehrsnetz, keine rotrotgrüne Dorfromantik mit Bimmelbahn.“

 

 

Tags:

Auf Facebook teilen
Auf Twitter teilen
Please reload

Please reload

  • 23fd2a2be53141ed810f4d3dcdcd01fa
  • 01ab6619093f45388d66736ec22e5885
  • 203dcdc2ac8b48de89313f90d2a4cda1 Kopie