2,3 Milliarden für BER-Luftschlösser sind weniger als eine Milliarde für TXL-Realität – die seltsame Mathematik der Flughafengesellschaft

28.08.2017

Die Haushaltspolitische Sprecherin der Fraktion der Alternative für Deutschland im Abgeordnetenhaus, Dr. Kristin Brinker, ist erstaunt angesichts der von der Flughafengesellschaft vorgestellten Ausbaupläne für den BER:

 

„Erst vor kurzem verbreitete der Senat, Tegel müsse schon wegen der gewaltigen Kosten geschlossen werden, die bei einem Weiterbetrieb angeblich anfielen – eine Milliarde Euro wurde da ins Blaue behauptet. Die jetzt von der FBB vorgestellten Ausbauten des BER würden aber mit mindestens 2,3 Milliarden ins Kontor schlagen (die üblichen Verteuerungen nicht eingerechnet). Nach allgemein anerkannter Mathematik sind das mindestens 1,3 Milliarden Euro mehr.

 

Bliebe TXL offen, wäre die kombinierte Abfertigungskapazität beider Airports ungefähr gleich groß wie die des nach den Plänen der FBB ausgebauten BER, mit der dann immer noch bestehenden Möglichkeit, diesen auszubauen. Das wäre echte Zukunftsfähigkeit. Zudem würde das Berliner Flughafensystem dann über vier Start- und Landebahnen verfügen und nicht nur über die zwei des BER, deren Obergrenze bei 62 Starts und Landungen liegt. Was nutzt es schließlich, wenn zwar 58 Millionen Passagiere abgefertigt, aber nicht abgeflogen werden könnten?

 

Das jetzt von der Flughafengesellschaft präsentierte ‚Ausbaukonzept‘ für den BER ist ein Wolkenkuckucksheim, ein durchsichtiges Wahlkampfmanöver zur Beeinflussung des Volksentscheides vom 24. September. Niemand glaubt der FBB, die noch immer nicht mal einen Eröffnungstermin für den BER nennen kann, dass sie einen solchen Ausbau auf die Reihe bekäme, schon gar nicht im Zeit- und Kostenrahmen.“

 

 

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