Müller muss Lobbyist für Air-Berlin-Mitarbeiter und für Berlin sein, nicht für die Lufthansa

30.08.2017

Der Wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion der Alternative für Deutschland im Abgeordnetenhaus, Christian Bucholz, kritisiert die einseitige Stellungnahme pro Lufthansa von Michael Müller im Übernahmepoker um Air Berlin:

 

„Würde Michael Müller seine nach dem heutigen Gespräch mit dem Betriebsrat kamerawirksam geäußerte Sorge um das Wohl der Air-Berlin-Mitarbeiter ernst meinen, müsste er sich für eine Übernahme des gesamten Unternehmens einsetzen. Nur so würden die bestehenden Arbeitsverträge ihre Gültigkeit behalten. Doch abseits der Kameras zieht es der Ignorierende Bürgermeister vor, sich zum Lobbyisten der Lufthansa zu machen, die bislang keinesfalls durch besonderes Engagement in Berlin aufgefallen ist.

 

Wenn Müller sich nach tagelanger Funkstille für eine Zerschlagung von Air Berlin und eine Teilübernahme durch die Lufthansa ausspricht, hätte er besser weiter geschwiegen. Die von ihm angestrebte Lösung würde nämlich bedeuten, dass sich selbst langjährige Beschäftigte für ihre eigenen Jobs neu bewerben und bei einer Neueinstellung erhebliche Gehaltseinbußen hinnehmen müssten.

 

Auch Müllers Bashing von Ryanair ist vollkommen daneben. Als Regierender Bürgermeister von Berlin greift er damit ein Unternehmen an, das bereit ist, in erheblichem Maße in der Stadt zu investieren und viele Arbeitsplätze zu schaffen, während die Lufthansa nur den Standort Frankfurt stärkt. Andere Bundesländer haben Regierungschefs, die Wirtschaftsunternehmen ansiedeln wollen. Berlin hat einen, der offenbar alles daransetzt, Wirtschaftskraft aus der Stadt zu vertreiben.“

 

 

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