Müllers „Dieselgipfel“: In Ladesäulen investieren statt in Fahrzeugtausch / Umtauschprämie wäre Konjunkturprogramm für Toyota

20.09.2017

 

Der Verkehrspolitische Sprecher der Fraktion der Alternative für Deutschland im Abgeordnetenhaus, Frank Scholtysek, bewertet die vom sogenannten „Dieselgipfel“ des Senats beschlossenen Prämien für den Umtausch von Dieseltaxis in Elektrofahrzeuge oder Hybride als Schrit in die falsche Richtung:

 

„Mit der geplanten Umtauschprämie setzt Müllers ‚Dieselgipfel‘ eindeutig falsche Akzente. Mehr Elektrotaxis bräuchten zunächst mal eine bessere Lade-Infrastruktur. In Berlin gibt es jedoch viel zu wenig Möglichkeiten zum Aufladen der Fahrzeuge. Das für die Umtauschprämie geplante Geld müsste daher genutzt werden, um Taxistände flächendeckend mit Ladesäulen auszustatten.

 

Solange hier keine erhebliche Verbesserung erfolgt, bleiben vollelektrische Droschken für Flottenunternehmer, die rund 70 Prozent aller Berliner Taxis betreiben, vollkommen uninteressant. Wer heute Dieseltaxis rund um die Uhr im Einsatz hat, wird sie nicht durch Vollstromer ersetzen, die zum Aufladen einen großen Teil des Tages stillstehen und kein Geld verdienen.

 

Bei den Hybriden wäre die geplante Prämie ein Konjunkturprogramm für Toyota, weil dieses Unternehmen als einziger Anbieter einen Hybrid zu einem für Taxiunternehmer wettbewerbsfähigen Preis anbietet. Es kann aber nicht sein, dass die Berliner mit ihren Steuergeldern den japanischen Weltmarktführer subventionieren.“

Auf Facebook teilen
Auf Twitter teilen
Please reload

Please reload

  • 23fd2a2be53141ed810f4d3dcdcd01fa
  • 01ab6619093f45388d66736ec22e5885
  • 203dcdc2ac8b48de89313f90d2a4cda1 Kopie