Brief an Seyran Ates

16.11.2017

 

 

AfD-Fraktionschef Georg Pazderski hat heute Vormittag diesen Brief an Seyran Ates zustellen lassen:

„Die Fraktion der Alternative für Deutschland im Abgeordnetenhaus von Berlin hat am heutigen Tag einen Antrag in das Plenum des Berliner Parlaments eingebracht, der die Mitglieder des Abgeordnetenhauses zur Solidarität mit der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee und mit Ihnen aufruft. 

 

Sie haben sich zu diesem Antrag kritisch geäußert, wobei es Ihnen nach meinem Eindruck weniger um den Antrag ging als um den Wunsch, politisch nicht vereinnahmt zu werden. Zudem haben Sie Kritik an einigen Positionen der AfD in der politischen Debatte geübt. Wir respektieren selbstverständlich Ihren Wunsch nach Überparteilichkeit. Es war nicht unsere Absicht, Sie für irgendwelche Zwecke zu instrumentalisieren. Ganz generell geht es uns weniger um Sie als Person und um Ihr Anliegen, einen liberalen Islam zu fördern, sondern um die Grundrechte, die unser Grundgesetz für alle garantiert, auch für diejenigen, die kontroverse theologische Ansichten vertreten. Dazu haben wir eine klare Meinung, und deshalb rufen wir zur Solidarität mit Ihnen auf.

 

Gleichwohl entnehme ich Ihrer Stellungnahme zu unserem Antrag, dass Sie ein Bild von der AfD haben, das weniger von den Tatsachen als von dem bestimmt ist, was unsere politischen Gegner und Teile der Medien über uns verbreiten. Ich bin der Auffassung, dass ein offenes Wort beiden Seiten, Ihnen und uns nur nützen kann. Ich würde Sie daher im Namen der gesamten Fraktion zu einer unserer nächsten Fraktionssitzungen einladen, um uns Ihre Vorstellungen und Ihr Anliegen nahe zu bringen und darüber mit uns zu diskutieren. Wir tagen regelmäßig dienstags ab 15 Uhr im Abgeordnetenhaus von Berlin.“

 

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