Tilgung des Gomringer Gedichtes an der Fassade ist Ausdruck radikaler Überempfindlichkeit

24.01.2018

Zur geplanten Entfernung des Eugen-Gomringer-Gedichtes „avenidas“ von der Fassade der Alice Salomon Hochschule erklärt der wissenschaftspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Martin Trefzer:

 

„Wieder einmal ist die Alice Salomon Hochschule durch ihr zweifelhaftes Wissenschafts- und Kunstverständnis aufgefallen. Wenige Tage nach Eugen Gomringers 93. Geburtstag

 

hat sich der Akademische Senat zum Erfüllungsgehilfen einer kleinen Gruppe radikaler Gender-Aktivisten machen lassen. Dabei ist der Vorwurf, Eugen Gomringers Gedicht sei sexistisch, bei den Haaren herbeigezogen und gezielt darauf gerichtet, die Reputation des Dichters zu untergraben.

 

Die Tilgung des Gedichtes an der Südfassade der ASH ist die Folge eines immer weiter um sich greifenden Diskriminierungsverdachts, der die radikale Überempfindlichkeit einer kleinen politischen Minderheit zum Maßstab universitären Handelns macht. Ignoranz und ideologisch verbohrtes Spießertum haben sich an der ASH gegen die Freiheit der Kunst durchgesetzt. Dabei steht zu befürchten, dass an einer Hochschule, an der die Freiheit der Kunst mit Füßen getreten wird, auch die Freiheit von Wissenschaft und Forschung in Gefahr ist.

 

Alice Salomon würde sich im Grabe umdrehen, wenn sie wüsste, was an „ihrer“ Hochschule geschieht. Der Akademische Senat sollte deshalb so ehrlich sein und sich nicht nur einen neuen Fassadenanstrich, sondern am besten auch gleich eine neue Namenspatronin suchen.“

 

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