Senat muss endlich Aufarbeitung des Pädophilieskandals sicherstellen

26.02.2018

 

Im Skandal um die Vermittlung von Kindern an pädophile Pflegeväter, der auf Antrag der AfD (DS 18/0224) in der heutigen Sitzung des Kulturausschusses behandelt wird, steht durch die von der Universität Göttingen geplante Auflösung des Instituts für Demokratieforschung die weitere Aufklärung der Vorfälle in Frage. Der jugendpolitische Sprecher der AfD-Fraktion Berlin, Thorsten Weiß, sieht jetzt den Senat in der Verantwortung:

 

„Der Senat steht in der Pflicht, ein wissenschaftliches Forschungsprojekt in Auftrag zu geben, das den Berliner Päderastie-Skandal um Helmut Kentler schnellstmöglich weiter erforscht und aufarbeitet. Dazu gehört auch, dass im Landesarchiv endlich die nötigen Akten erschlossen werden und die Schutzfrist verkürzt wird.

 

Dass der Senat es während eines Jahres nicht geschafft hat, die Verhandlungen über ein Anschluss-Forschungsprojekt zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen, erweckt Zweifel, ob Rotrotgrün in dieser Angelegenheit überhaupt ein ernsthaftes Aufklärungsinteresse hat. Soll hier etwa eine Verstrickung von grünen Mandatsträgern und Senatoren in den 80er- und 90er-Jahren vertuscht werden? Schließlich ist bekannt, dass die Grünen gerade in diesem Zeitraum ein überaus fragwürdiges Verhältnis zum sexuellen Umgang Erwachsener mit Kindern hatten.

 

Die neuen Entwicklungen um das Göttinger Institut für Demokratieforschung (siehe dazu die Stellungnahme der von uns benannten Anzuhörenden Dr. Teresa Nentwig im Anhang dieser Mail) machen den Antrag der AfD-Fraktion, eine schnellstmögliche Aufklärung zu beschließen, jetzt umso dringlicher. Wir fordern die anderen Fraktionen nachdrücklich auf, sich dieser Aufklärung nicht in den Weg zu stellen. Die zahlreichen Opfer der damaligen Vorgänge haben ein Recht darauf, dass Hintergründe und Verantwortliche des Skandals aufgedeckt und benannt werden.“

 

 

Zum Hintergrund:

 

Auf den Rat des Sexualwissenschaftlers Helmut Kentler hin brachte der Berliner Senat über Jahrzehnte Kinder und Jugendliche bei Päderasten unter. Die Opfer trugen zum Teil schwere Traumata davon, an denen viele von ihnen noch heute leiden.

 

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