Schlag ins Gesicht der Opfer des DDR-Regimes: Bundeszentrale für politische Bildung verletzt Bildungsauftrag

09.11.2018

 

Zur Kontroverse um die Zahl der Mauertoten an der innerdeutschen Grenze erklärt Martin Trefzer, Mitglied im Kuratorium der Landeszentrale für politische Bildung und in der AfD-Fraktion für Erinnerungspolitik zuständig:

„Es ist ein handfester Skandal, dass die Bundeszentrale für politische Bildung in einem Akt vorauseilenden Gehorsams die Studie des Forschungsverbunds SED-Staat zu den Mauertoten an der innerdeutschen Grenze aus ihrem Angebotssortiment entfernt. Ohne eine wissenschaftlich fundierte Abwägung zu treffen und eine qualifizierte Bewertung der durch den rbb vorgebrachen Vorwürfe abzuwarten, setzt die Bundeszentrale für politische Bildung damit die renommierte Studie der FU-Forscher dem unbegründeten Verdacht der Unwissenschaftlichkeit und gar der Manipulation aus.

Dabei erweisen sich viele der durch den rbb vorgebrachten Argumente bei näherer Betrachtung als haltlos, denn die Studie differenziert sehr genau zwischen den eigentlichen Opfern des DDR-Grenzregimes und anderen Todesfällen.Gerade jetzt wäre es erforderlich gewesen, die Studie für Wissenschaftler und die interessierte Öffentlichkeit bereit zu halten, um eine Überprüfung der Vorwürfe zu ermöglichen. Die Aussortierung der Studie erweist der kritischen Auseinandersetzung mit dem SED-Regime einen Bärendienst und ist - ausgerechnet am Jahrestag des Mauerfalls - ein Schlag ins Gesicht der Opfer des DDR-Unrechts.“

 

 

 

Auf Facebook teilen
Auf Twitter teilen
Please reload

Please reload

  • 23fd2a2be53141ed810f4d3dcdcd01fa
  • 01ab6619093f45388d66736ec22e5885
  • 203dcdc2ac8b48de89313f90d2a4cda1 Kopie