Kulturstaatsministerin Grütters will wohl das Humboldtforum räumen

17.12.2018

Dr. Hans-Joachim Berg, Mitglied des Kulturausschusses des Abgeordnetenhauses von Berlin, kritisiert den undifferenzierten Umgang von Berlins CDU Chefin und Kulturstaatsministerin Grütters mit der deutschen Kolonialgeschichte:

 

„Das Humboldtforum ist noch nicht eröffnet, und schon beginnt die Berliner CDU-Vorsitzende und Kulturstaatsministerin Monika Grütters mit der Planung, das Museum wieder auszuräumen.

 

Als erfahrene Zeitgeistreiterin schwingt sich Grütters auf das hohe Ross der wie auch immer definierten antikolonialen Moral- und Aufarbeitungswelle und gibt schon jetzt die Marschrichtung vor: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!“ Dabei übersieht Sie geflissentlich die sich mehrenden Stimmen aus der Wissenschaft, die vor Pauschalisierungen, unhistorischen Verzerrungen und kulturpolitischen Rohrkrepierern warnen.

 

Dazu gab die Anhörung des Kulturausschusses des Abgeordnetenhauses am 3. Dezember ein nachdrückliches Beispiel. Insbesondere Prof. Dr. Horst Bredekamp von der Humboldt Universität mahnte einen sachkundigen und rationalen Umgang mit kolonialen Kulturgütern an. Die alsbald zu erwartende Ausschussdiskussion über die Anhörungsergebnisse wird jedenfalls weiter führen, als der unausgegorene Beitrag der Staatsministerinnen.

 

So verfehlt der unhistorische, unwissenschaftliche, linkspopulistische aber überhaupt nicht populäre Ansatz von Frau Grütters auch sein mag, die Freunde der Gemäldegalerie werden sich auf die Schenkel klopfen: Endlich Platz für die alten Meister, da wo sie hingehören!“

 

 

 

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