CDU-Forderung nach Abbau der Panzer am sowjetischen Ehrenmal wird dessen Ambivalenz nicht gerecht

Zur Debatte um eine mögliche Umgestaltung der sowjetischen Ehrenmale in Berlin erklärt der erinnerungspolitische Sprecher der AfD-Hauptstadtfraktion, Martin Trefzer: Die drei sowjetischen Ehrenmale in Berlin hatten in ihrem monumentalen Stil immer einen ambivalenten Charakter: sie standen von Anfang an sowohl für die militärische Befreiung vom Nationalsozialismus wie auch für die Errichtung einer neuen Diktatur sowjetischer Prägung. Die CDU macht sich erinnerungspolitisch einen schlanken Fuß, wenn sie diese Ambivalenz angesichts der russischen Aggression in der Ukraine ausblendet. Sie sollte sich besser daran erinnern, dass auch für die mit der damaligen Sowjetunion 1990 vereinbarten Verträge zur Erhaltung und Pflege der sowjetischen Ehrenmale das alte Diktum von Franz Josef Strauß gilt: pacta sunt servanda.