Senatsentscheidung für volles Stadion beim Derby ist schizophren

Der sportpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Karsten Woldeit, kritisiert eklatante Widersprüche in der Corona-Politik des geschäftsführenden Senats:



„Angesichts der mittlerweile unbestrittenen Tatsache, dass auch Genesene und insbesondere Geimpfte sich mit Corona infizieren und das Virus weitergeben können, ist die Senatsentscheidung, das Derby zwischen Union und Hertha in einer ggf. ausverkauften Alten Försterei zuzulassen, ein Ausdruck von Schizophrenie:


Entweder ist Corona tatsächlich so gefährlich, wie seit fast zwei Jahren unermüdlich verbreitet wird, dann stellt ein mit 22.000 Menschen besetztes Stadion auch unter 2G ein unkalkulierbares Risiko dar. Angesichts der zunehmenden ‚Impfdurchbrüche‘ müsste in diesem Fall mit einer hohen Zahl von Infektionen unter den Besuchern ausgegangen werden, die unweigerlich zu zahlreichen schweren oder gar tödlichen Verläufen führen würden.


Oder aber 22.000 ungetestete Menschen auf engem Raum stellen keine besondere Gefahr dar (wofür die Erfahrungen bei den ausverkauften EM-Spielen dieses Jahres in Ungarn und Großbritannien sprechen) dann gibt es auch keinen Grund, Ungeimpfte auszusperren. Dann kann das Derby als ein gemeinsames Fußballfest aller Fans gefeiert werden, wie wir es schon viel zu lange entbehren mussten.


Die AfD fordert: Schluss mit der Schizophrenie der Angst und mit der Spaltung der Gesellschaft! Entweder werden alle Grundrechts- und Freiheitseinschränkungen aufgehoben, nachdem keine der Maßnahmen sich als wirksam erwiesen hat. Oder alle Bürger werden gleichgestellt und in allen Bereichen wird der Zutritt und die Teilnahme für alle negativ Getesteten gewährleistet, egal ob geimpft, genesen oder einfach gesund. Die von der Politik geschaffene Zweiklassengesellschaft ist unerträglich, undemokratisch und widerspricht dem Geist und dem Wortlaut des Grundgesetzes."