Weihnachtsansprache 2020

AfD-Fraktionschef Georg Pazderski hat sich zum Weihnachtsfest persönlich an die Bürger gewandt. Seine Ansprache wird am 24. Dezember ab 10:00 Uhr auf unseren Social-Media-Kanälen auch als Video veröffentlicht:

"Ein schwieriges Jahr geht zu Ende. Und für die ersten Monate des kommenden Jahres sieht es nicht besser aus. Die Coronakrise hält die Welt in Atem. Die erste Welle haben wir, was die Ansteckungszahlen angeht, gut überstanden. Aber viele Menschen haben ihre Arbeit oder ihre Existenz verloren und der Staat hat sich hoch verschuldet. Bei der Bekämpfung der zweiten Welle in diesen Tagen haben die Regierungen im Bund und in den Ländern vor allem denen hohe wirtschaftliche Lasten aufgebürdet, die in Hotels und Sportstätten, Restaurants, Reisebüros und Kinos arbeiten oder von Kultur und Veranstaltungen leben. Jetzt kommt noch der Einzelhandel hinzu. Immer mehr Menschen bangen um ihren Arbeitsplatz. Andere profitieren stattdessen von der Krise. Das ist ungerecht.

Kanzlerin und Ministerpräsidenten haben uns versprochen, dass diese Opfer zum Erfolg führen würden. Doch davon ist bisher wenig zu spüren. Stattdessen kommen immer neue Regierungs-Verordnungen. Weihnachten und Silvester werden dieses Jahr deutlich anders sein, als wir es kennen. Feiern und Freude werden ersetzt durch Einsamkeit und Verbote. Viele Großeltern werden ihre Enkel nicht sehen, Urlaubsreise in den Schnee fallen aus, genauso wir das bunte Silvesterfeuerwerk. Damit wird uns viel Lebensfreude genommen und die Begründungen, warum, überzeugen oft nicht. Natürlich wissen wir auch: Die Mitarbeiter in den Krankenhäusern, den Labors, bei den Rettungsdiensten, aber auch in den Gesundheitsämtern arbeiten seit Monaten an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit. Dafür herzlichen Dank! Auch den Bundeswehrsoldaten, die in diesen Bereichen unterstützen und den Betrieb am Laufen halten.

Jetzt wurde der Lockdown noch weiter verschärft. Das wird noch mehr Jobs vernichten und die öffentlichen Schulden weiter nach oben treiben. Denn in Wirklichkeit haben die Politiker der Altparteien keine Ahnung davon, wie sie das Coronavirus besiegen können. Was sie beschließen, ist oft widersprüchlich und nicht zu Ende gedacht. Es mangelt an Wissen über die Pandemie und ihre Bekämpfung. Deshalb wird experimentiert. Versuch und Irrtum ist das Grundprinzip der jüngsten politischen Entscheidungen. Wer das kritisiert gilt als unverantwortlich, wird als Corona-Leugner diffamiert und sogar mit der Beobachtung durch den Verfassungsschutz bedroht. Es greifen die selben Mechanismen, wie im jahrelangen Kampf gegen uns als letzte Oppositionsfraktion. Aber das Misstrauen der Bürger in das Handeln der Regierenden wächst.

Unsere große Hoffnung sollen nun die Massen-Impfungen sein. Doch der Berliner Senat ist auf Millionen Impfungen miserabel vorbereitet. Weder gibt es genügend Impfstoff noch ausreichend Personal. Einen Impfzwang wollen die Altparteien angeblich nicht. Aber den könnte man mit den vorhandenen Mitteln sowieso nicht durchsetzen.

Aus all diesen Gründen wird der Weg zur Normalität lang sein. Deshalb braucht es eine starke AfD-Fraktion. Denn alle anderen Parteien sitzen bei Corona im gleichen Boot. Die AfD setzt sich dafür ein, dass bei der Bewältigung von Corona keine neue Gerechtigkeitslücke entsteht und die Lasten der Krise gleichmäßig verteilt werden. Wir schützen die Rechte auch derjenigen, die gegen die willkürliche Corona-Politik der Altparteien friedlich demonstrieren. Wir setzten uns dafür ein, dass der Schutz des Staates vor allem denen zukommen muss, die besonders gefährdet sind. Dazu gehören die Alten und Kranken. Umsicht und Rationalität stehen für uns vor staatlicher Panikmache. Wir brauchen wirksame Maßnahmen, keinen brutalen Rundumschlag.

Als Vorsitzender der AfD-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin wende ich mich in diesen Tagen mit drei Wünschen an Sie. Nutzen Sie die bevorstehenden Festtage, um Zeit mit den Menschen zu verbringen, die Ihnen am nächsten stehen. Nie war die Familie, nie waren gute Freunde so wertvoll wie in diesen Tagen, wo wir in unseren Kontakten durch die Regierungen eingeschränkt werden. Vergessen Sie bitte nicht Ihre Angehörigen, Nachbarn, Freunde und Bekannte in den Altenheimen! Viele alte Menschen fühlen sich einsam. Sie brauchen gerade jetzt unsere Zuneigung und unsere Nähe. Und denken Sie auch an diejenigen, die Gefahr laufen, ihren Arbeitsplatz und ihr Einkommen zu verlieren. Helfen Sie dem Einzelhandel. Nicht alles muss man online bestellen. Nutzen sie alle Möglichkeit, unseren Wirten, Hotelangestellten, Einzelhändlern, Trainern und Veranstaltern zu zeigen, dass wir zu ihnen halten.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Weihnachtsfest und uns allen einen guten Rutsch in ein neues Jahr, in dem wir hoffentlich bald wieder nach unseren eigenen Vorstellungen leben können."